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 05.02.2012 Landesliga 5 Herren
Zuhause ist alles möglich - Die sechs lustigen acht erkämpfen sich den dritten Tabellenplatz

Herner TC - TVE Barop 56:49 (12:11; 10:14; 15:12; 19:12)

Am 13. Spieltag trafen mit dem Herner TC und dem TVE Barop die beiden direkten Konkurrenten um Platz drei der Landesliga aufeinander.
Es sollte ein dezimiertes Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften werden, die jeweils nur zu acht antraten. Doch Herne hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Heimspiel der laufenden Saison verloren.
Der HTC erwischte den besseren Start und konnte sich mit 7:3 recht schnell die Führung erspielen. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Herner Verteidigung, die mehrere leichte Punkte durch Fast-Breaks über das Duo Wenzel/Biermann ermöglichte. Hochmotiviert und Defense-betont ging die Begegnung weiter wobei beide Mannschaften auf Augenhöhe spielten. Durch sechs Punkte der Gäste in Folge fühlte sich Jörg Klems berufen ein Ausrufezeichen unter dem Korb zu setzen. Dies tat er, in dem er dem Gegner den Ball aus der Hand riss und diesen unmittelbar danach mit Foul im Korb versenkte. Durch diese starke Schlussaktion ging Herne mit einer knappen, aber verdienten 12:11-Führung in die Viertelpause.
Das zweite Viertel fing extrem schleppend an. Beide Mannschaften taten sich schwer in der Offensive zu punkten und die Herner Starter, die bis dato durchgespielt hatten, begannen allmählich zu schwächeln. Brackmann, der im gesamten Spiel größtenteils nur mit einer Sechs-Mann-Rotation spielte, war gezwungen seinem Top-Scorer Tobias Biermann (zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Punkte) eine Pause zu gönnen. Dies konnten die Baroper direkt ausnutzen und beendeten das Viertel mit einem 11:-0-Lauf. Zur Halbzeit stand es 22:25 für die Gäste und ein sehr konzentriert wirkender Martin Brackmann bat seine "acht Samurai" zur Pausenbesprechung.
Kurz aber treffend wurden die verbesserungswürdigen Aktionen angesprochen und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Brackmann redete beruhigend, aber zugleich motivierend auf seine Schützlinge ein und bereitete sie damit bestens auf den zweiten Durchgang vor.
Im dritten Viertel trat der HTC höchstmotiviert auf und setzte dies auch auf dem Spielfeld um. Gutes Zusammenspiel und tolle Pässe von Point-Guard Felix Wenzel hielten Herne immer auf Schlagdistanz. Lediglich der gegnerische und sehr treffsichere Power-Forward Klein war in diesem Viertel von den Hernern nicht zu stoppen und konnte für die Gäste 10 von 12 Punkten erzielen. Aber auf Seiten der Herner hielt Tobias Biermann, der an diesem Abend über sich hinauswuchs, ebenfalls mit 10 Punkten dagegen. Spätestens durch einen spektakulären Tip-in durch den in dieser Begegnung mehr als überzeugenden Dennis Fabri, bei dem er noch gefoult wurde, glaubte die Brackmann-Fünf auch erstmals an den Sieg. Fabri netzte auch den Bonusfreiwurf sicher ein und zum Ende des dritten Viertels stand mit 37:37 der Ausgleich auf dem Spielbogen!
Entsprechend unbeeindruckt ging Herne in den Schluss-Abschnitt. Hier hieß es nun Kampf pur, wobei beide Mannschaften sich nichts mehr schenkten.
Herne, insgesamt die entschlossenere Mannschaft, punktete über Leitwolf Tobias Biermann und erlaubte den Gästen bis zur sechsten Minute gerade mal 3 Punkte, allesamt von der Freiwurflinie. Die Crunch-time begann, aber ausgerechnet jetzt ließen die Kräfte der Herner Spieler aufgrund der hohen Belastung langsam nach. Trotzdem kämpfte man mit allem was man noch hatte, aber durch die nachlassende Konzentration gelang den Gästen eine Minute vor Schluss noch der Ausgleich (49:49, 9. Min.)!
Die Nerven lagen auf beiden Seiten blank und die Stimmung in der Halle war auf dem Siedepunkt angelangt. Doch Herne hatte in diesem Spiel bereits zuviel geleistet um jetzt noch zu verlieren. Der eiskalte Go-To-Guy und unangefochtene Top-Scorer der Partie Tobias Biermann machte den Sack nun endgültig zu und wurde dabei tatkräftig von seinen Kollegen unterstützt. Jörg Klems behauptete sich unter dem Korb und erzielte in der letzten Minute noch vier wichtige Punkte. Alexander Uttich, der in der Offensive einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, aber dies durch andere Qualitäten wieder wettmachte, fischte mehrere wichtige Rebounds aus der Luft. Jascha Korschek sorgte mit einer soliden Leistung von der Bank für Entlastung für die ausgepowerten "Herner Helden". Und ein zu 100% abgeklärt wirkender Felix Wenzel bestimmte das Tempo der Partie.
Brackmann, der seine Spieler toll auf diese wichtige Partie einstellte und begleitete, hatte allen Grund stolz auf seine Leistung und die seiner Mannschaft zu sein!
Der HTC ist entgegen aller Erwartungen durch seinen Kampfgeist und unnachgiebigen Siegeswillen nun unter die Top-3-Teams der Liga aufgestiegen und muss in den kommenden Partien damit rechnen, anstatt als "Underdog", als der "gejagte Favorit" aufzutreten. Doch wie man die Herner kennt, wird diese Herausforderung gerne angenommen!
Und dies bereits ab der kommenden Partie beim heim-starken TV Werne 2. Dort gilt es zu beweisen, dass man die derzeitige Tabellenplatzierung auch verdient...

Scoring: Biermann 31/5-7; Wenzel 9/1/2-3; Fabri 7/3-3; Klems 7/3-3; Korschek 2/2-2; Uttich, Nowak, Badziong

 30.01.2012 Landesliga 5 Herren
Aber bitte mit Sahne - Herner TC liefert Gala-Vorstellung im Derby ab

TV Gerthe 2 - Herner TC 41:77 (10:25; 17:13; 7:20; 7:19)

"Wir wollen hier der Favoritenrolle gerecht werden und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken!" war die klare Ansage von Coach Brackmann vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten aus Gerthe. Gesagt, getan!
Herne begann das Spiel routiniert, spielte eine aggressive Defense und erarbeitete sich von der ersten Minute an leichte Punkte durch gutes Zusammenspiel. Eine glänzend aufgelegte Starting-Five erspielte sich bis zur Mitte des Viertels eine 8-Punkte-Führung, wobei man dem Gastgeber lediglich einen Korb erlaubte (2:8 - 10. Min). Uneigennützig wurde konsequent der besser postierte Spieler gesucht und die Korbchancen nahezu perfekt ausgenutzt. Egal ob Biermann unter dem Korb, Pajonk von außen, oder Felix Wenzel beim Fast-Break. An diesem Tag passte bei Herne einfach alles. Hilflos mussten die Gerther mit ansehen, wie die Brackmann-Fünf das erste Viertel mit 25:10 gewann. Die Highlights setzten hierbei in der Offensive Felix Wenzel mit einem punktgenauen No-Look-Pass auf Jascha-Korschek und defensiv Alexander Uttich mit einem Monster-Block gegen das Brett bei einem Gerther-Schnellangriff.
Doch zu früh verfiel der HTC in Euphorie und nahm vorzeitig die Leistungsträger aus dem Spiel. Der TVG nutzte diese Gelegenheit und startete das zweite Viertel mit einem 9:4-Lauf. Brackmann reagierte: eine gut getimte Auszeit und ein kleines "Hallo-wach" durch den Trainer brachten die Gäste wieder in die richtige Spur. Der befürchtete Einbruch blieb aus und Herne ging durch viel Einsatz und 14 Punkten von Tobias Biermann mit einer komfortablen Führung in die Halbzeit (27:38).
Die Halbzeit-Ansprache war knapp, aber auf den Punkt gebracht. Der Herner Coach appellierte an seine Spieler, die Begegnung nicht zu früh auf die leichte Schulter zu nehmen und an die Leistung des ersten Viertels anzuknüpfen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Herne allerdings eher schleppend ins Spiel (30:43 - 3. Min). Doch mit der Einwechslung von Martin Frank wendete sich das Blatt. Die Gastgeber konzentrierten sich nun in der Verteidigung größtenteils auf den 2,15m großen Center der Herner und machten damit Platz für die Distanz-Schützen des HTC. Das ließen sich Wenzel und Uttich nicht zweimal sagen. Gleich drei Dreier in Folge versenkten die Leistungsträger und legten damit den Grundstein für einen 28:3-Run ihrer Mannschaft. Daniel Pajonk glänzte in dieser Phase mit mehreren starken Anspielen und dominierte seine Gegenspieler nach Belieben, während Top-Scorer Biermann und Defense-Chef Alexander Konsek sich nach starker Leistung auf der Bank bereits mit der Abendplanung befassen konnten.
Damit war der Wille der Gerther, die bis zur vierten Minute des letzten Viertels punktlos blieben und in Halbzeit zwei insgesamt nur 14 Punkte erzielen konnten, endgültig gebrochen. Herne hat in diesem Spiel zum ersten Mal in dieser Saison über die gesamte Spielzeit eine konstant starke Leistung gezeigt und das Tempo der Partie bestimmt. Am Ende stand mit 41:77 ein auch in dieser Höhe mehr als verdienter Sieg des HTC auf dem Anschreibebogen und sowohl Spieler als auch Trainer hatten allen Grund diese Leistung zu feiern.
Zeitgleich verlor der TVE Barop gegen Aufsteiger Hamm und ist nun punktgleich mit dem HTC. Sollte Herne im direkten Vergleich in der Folgewoche an diese Leistung anknüpfen können, stehen die Chancen gut in der Tabelle weiter nach oben auf Platz drei zu klettern. Doch Barop ist mit Sicherheit ein ernst zu nehmenderer Gegner, wie bereits das Hinspiel bewiesen hat. Da gab es für den HTC die bisher höchste Saison-Niederlage (75:53), die es nun am kommenden Samstag um 20 Uhr in der heimischen MCG-Arena wieder gutzumachen gilt...

Scoring: Biermann 16/2-2; Wenzel 16/1/3-4; Pajonk 15/1/2-3; Uttich 13/3; Frank 5/3-6; Korschek 4/2-4; Klems 2; Konsek, A. 2/0-2; Winkelmann 2; Konsek, D. 1/1-2; Fabri 1/1-2; Badziong


 22.01.2012 Landesliga 5 Herren
VfL Bochum - Herner TC 87:75 (11:22; 16:5; 13:14; 21:13)

Gut gespielt ist noch lange nicht gewonnen - Das Krankenlager HTC verliert nach respektabler Leistung beim VfL Bochum

Das letzte Spiel der Hinrunde stand für den HTC von Anfang an unter keinem guten Stern. Auf ganze vier Spieler musste Trainer Martin Brackmann krankheitsbedingt verzichten, darunter mit Jörg Klems und Topscorer Alexander Uttich gleich zwei Starter. Darüber hinaus hatte sich eine Erkältungswelle eingeschlichen, welche die Leistungsfähigkeit einiger Spieler arg einschränkte. Ausgerechnet unter diesen Umständen musste man beim Tabellenzweiten VfL Bochum antreten. Doch alles kam anders als befürchtet...
So ungewohnt wie der Herner Kader, begann der HTC auch das Spiel. Anstatt des gewohnt guten Starts, legten diesmal die Gastgeber mit 13:6 vor, wobei der VfL jedoch vor allem über Einzelaktionen unter dem Korb punktete. Der Bochumer Malte Schädel war für den HTC im ersten Viertel nicht zu stoppen und markierte 15 der 19 Bochumer Punkte im Alleingang. Doch nach dem ersten Schock wachte der HTC auf und antwortete seinerseits mit einem 14:6-Lauf, der hauptsächlich auf die aggressive Zonenverteidigung und die daraus resultierenden Schnellangriffe zurückzuführen war. Im Gegensatz zu den Gastgebern punktete die Herner Aufstellung sehr ausgeglichen und agierte in der Offensive extrem bedacht. Gegen die gefürchtete Bochumer Ganzfeldpresse brachte Brackmann das Aufbauduo Daniel Pajonk und Felix Wenzel gleichzeitig. Ein genialer Schachzug! Die Herner Guards durchbrachen die Pressverteidigung ein ums andere mal und fanden im Abschluss häufig den freien Mitspieler unter dem Korb wodurch sich der Underdog zum Ende des ersten Viertels mit 20:19 den kleinsten im Basketball möglichen Vorsprung erspielen konnte. Um die Defensive unter dem Korb zu verstärken stellte Brackmann die Zone zum zweiten Viertel um. Unglücklicherweise hatten die Bochumer nur darauf gewartet und schenkten dem HTC in Viertel zwei insgesamt fünf Dreipunktewürfe ein. Bevor Brackmann reagieren konnte, war der VfL bereits mit 16:6 davongezogen. Doch wer den HTC kennt, weiß, dass Aufgeben keine Option ist. Mit viel Kampfgeist und hartem Einsatz hielt Herne das Ergebnis noch einigermaßen im Rahmen. Leider schwand zeitgleich mit den Kräften auch die Herner Konzentration von der Freiwurflinie (Herne traf in Viertel zwei lediglich 3-8 Freiwürfen) und der VfL ging mit einer 10-Punkte-Führung (46:36) zum Pausen-Tee.
In Halbzeit zwei sollte nun alles besser werden, was allerdings zu Beginn des dritten Viertels nach hinten losging. Bochum kam besser aus der Kabine und setze sich über einen 7:0-Run auf ein deutliches 53:36 weiter ab. Ab der dritten Minute jedoch, war Herne wieder hellwach und hielt mit Leibeskräften dagegen. Der wieder einmal stark spielende Tobias Biermann läutete einen Herner Zwischenspurt von 15:6 ein und brachte seine Farben dadurch wieder ins Spiel. Unter dem Korb zeigte nun Alexander Konsek was er drauf hat. Starke Verteidigung, gute Reboundarbeit und 10 Punkte des Herner Centers im dritten Viertel verkürzten die Führung des "Vereins für Leibesübungen" auf gerade mal sechs Punkte (67:61). Es deutete sich eine spannende Schluss-Phase an. Herne war im Aufwind, während die Gastgeber durch die Leistung der Gäste aus Herne verunsichert, nicht mehr richtig zu ihrem Spiel fanden. Das Spiel wurde nun intensiver, was sich leider auch in vielen Fouls durch HTC-Spieler äußerte. Ganze 19 Freiwürfe (!) wurden dem VfL in diesem Viertel zugesprochen (zum Vergleich: Herne erhielt im letzten Viertel gerade mal 7 Freiwürfe), wodurch zum Glück für Herne lediglich sechs in Punkte umgemünzt werden konnten. Problematisch war für Herne jedoch, dass gegen Ende des Viertels beide Starting-Center (Biermann/Konsek, A.) ausgefoult auf der Bank Platz nehmen mussten. Zur Krönung wurde die Verteidigung seitens Herne zur Viertelmitte komplett eingestellt. Der Bochumer Top-Scorer und Distanzschütze Sebastian Meichsner kam in dieser Phase in mehreren Angriffen unbedrängt zum Wurf und bedankte sich mit insgesamt 25 Punkten (darunter 4 Dreier). Herne erlaubte es dem VfL zwar nicht weiter davonzuziehen, kam auf der anderen Seite aber auch nicht näher in Richtung Ausgleich/Führung, bis den Gästen am Ende die Zeit davonlief (80:74 - 8.Min). Herne musste nun foulen, doch ausgerechnet von den letzten sechs Freiwürfen traf Bochum vier, während Herne eigene Punkte in der Offensive verpasste. Endergebnis: 87:75 für Bochum.
Trotz allem hat der HTC am Bochumer Lohring ein tolles Spiel hingelegt und im Vergleich zu dem katastrophalen Spiel gegen die BG Lünen eine deutliche Leistungssteigerung erbracht. Man hat sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels aufgegeben und mit viel Herz eine mögliche Klatsche gegen den Tabellenzweiten VfL Bochum verhindert. In Vollbesetzung, mit etwas mehr Glück und einer besseren Freiwurfquote hätte man dieses Spiel unter Umständen sogar gewinnen können. An diesem Abend hat es nicht sollen sein, aber die starke Leistung der Herner lässt auf eine erfolgreiche Rückrunde hoffen! Bestnoten verdienten sich an diesem Abend erneut Tobias Biermann und Alexander Konsek. Aber insgesamt war es eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung des Herner TC. Erfreulich für Trainer Brackmann, dass auf den "kleinen" Positionen neben den gewohnt starken Aufbauspielern Pajonk und Wenzel, auch Flügelspieler Jascha Korschek nach seiner Verletzung langsam wieder zu seiner alten Form findet. Man darf gespannt sein, was die junge Mannschaft des HTC in dieser Saison noch erreichen wird. Eins steht jedoch bereits nach der Hinrunde fest: mit dem Abstieg hat man in dieser Saison nichts zu tun und kann in jedem Spiel unbeschwert aufspielen!
In der kommenden Woche heißt es dann erneut Derby-Time: Zu Gast beim Tabellenletzten TV Gerthe 2 will man die Niederlage gegen den VfL vergessen machen und die Rückrunde mit einem Sieg beginnen. Mit einer ähnlichen Leistung wie an diesem Abend sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Aber wie man weiß: Ein Derby hat seine eigenen Regeln...

Scoring: Biermann 17/5-6; Konsek, A. 16; Wenzel 12/1/1-5; Pajonk 9/1; Korschek 8/0-2; Maraun 5/1-2; Konsek, D. 4/1/1-2; Fabri 3/1-2; Hettermann 1/1-2; Nowak, Frank, Badziong.
 16.01.2012 Landesliga 5 Herren
HTC – BG Lünen 49:46 (09:14) (14:01) (10:13) (16:18)

Wie die ersten Menschen

Das nach rund vier Wochen Pause auf Anhieb nicht alles rund läuft, war Trainer Martin Brackmann und seinem Landesligateam im Vorfeld der Partie gegen die BG Lünen klar. Dass sich dabei aber ein Spiel entwickeln würde, das der Bezeichnung „Basketball“ unwürdig sein würde, damit musste nun wirklich niemand rechnen nach den positiven Spielen zum Jahresschluss. Gleich zu Beginn vertändelte das Brackmann-Team einen um den anderen Angriff und konnte zunächst auch in der Defense nicht überzeugen. Einzig Tobias Biermann konnte im ersten Viertel überzeugen, er steuerte sieben der neun Punkte bei. Zwar konnte das zweite Viertel mit 14:01 gewonnen werden, alle Punkte wurden jedoch durch Einzelaktionen erzeugt, mannschaftliches Zusammenspiel fehlte gänzlich. Nach dem die Defense sich im zweiten Viertel stabilisiert hatte, konnten nach dem Seitenwechsel zahlreiche Punkte über Fastbreaks gesammelt werden. An Setplay war aber weiter nicht zudenken. Kaum Bewegung auf den Flügeln und eine unterirdische Quote von der Freiwurflinie (11/27) trieben Coach Brackmann zur Verzweiflung. Selbst gestandene Größen wie Tim Hettermann schienen wie blockiert, Leistungsträger Alexander Uttich konnte auf Grund einer Oberschenkelprellung nicht die gewohnten Akzente setzten. So schleppte sich das Team bis ins vierte Viertel, wo Felix Wenzel aufdrehte und die Verantwortung übernahm. Beherzt zog er zum Korb, hängte seinen Gegenspieler Fouls an und versenkte endlich auch die fälligen Freiwürfe. Neun Punkte steuerte er allein in diesem Viertel bei und bescherte so seiner Mannschaft den dritten Sieg in Serie. Coach Brackmann: Heute lief wirklich gar nichts zusammen, ein Spiel zum Vergessen. Das Scoring zeigt, dass mit Alex Konsek, Tobias Biermann und Felix Wenzel nur drei Spieler Normalform erreichten, vom Rest des Teams kam heute nicht viel. Gegen VfL Bochum nächste Woche müssen wir eine deutliche Schippe drauf legen!“
Wenzel 22, Konsek A. 13, Biermann 9, Hettermann 3, Pajonk 2, Klems, Frank, Nowak, Korscheck, Mwamba, Uttich.
 18.12.2011 Landesliga 5 Herren
Schwerter TS - Herner TC 61:64 (11:22; 16:5; 13:14; 21:13)

Oh du Fröhliche - HTC festigt den 4. Tabellenplatz zur Winterpause

Am letzten Spieltag 2011 war der HTC zu Gast bei der Turnerschaft aus Schwerte. Eine engagierte Leistung und höchste Konzentration forderte Trainer Brackmann von seinen Spielern. Bei den heimstarken Schwertern um den Ex-Herner Rüdiger Wolf überraschte Brackmann sowohl mit einer Manndeckung, als auch mit einer kleinen Startaufstellung. Dies legte den Grundstein zu einer frühen Führung der Gäste, welche diese über das gesamte Spiel nicht mehr abgaben.
Die aggressive Mann-Mann-Verteidigung nahm die Schwerter Schlüsselspieler zu Beginn der Partie aus dem Spiel, während man selber souverän in der Offensive abschließen konnte. Felix Wenzel war besonders gut drauf und erzielte bereits im ersten Viertel 12 Punkte, darunter einen Buzzer-Beater von der Dreipunktlinie mit der Schluß-Sirene. Mit dieser Leistung zog er seine gesamte Mannschaft mit und Herne legte im ersten Viertel 22:11 vor.
Im zweiten Abschnitte kam die Turnerschaft dann besser in Tritt, doch Tobias "Der Tänzer" Biermann hielt für seine Farben mit 9 Punkten dagegen. Insgesamt wurde das Spiel nun Verteidigungs-intensiver, wobei die Herner jedoch meist die bessere Figur machten. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen und uneigennützig wurde die beste Wurfposition gesucht. Zum Glück für Herne war die Freiwurfquote auf beiden Seiten unterirdisch und damit unerheblich für das Spielgeschehen und der HTC ging weiterhin als dominierende Mannschaft in die Halbzeitpause.
Doch Herne war klar, dass die Gastgeber aus Schwerte dieses wichtige Spiel, in dem es gleichzeitig um den vierten Tabellenplatz zum Jahresende ging, nicht kampflos aufgeben würden. Und genau dies sollte sich bereits zu Beginn der zweiten Hälfte bewahrheiten. Die heimstarken Schwerter starteten in Durchgang zwei wie die Feuerwehr und legte einen 8:0-Run hin, der die Herner-Führung zunichte machte. Nun war der Herner Kampfgeist gefordert. Eine taktisch kluge Auszeit und die Einwechslung von Dennis Fabri sorgten erneut dafür, dass Herne den Faden nicht verlor. Der "Warrior" in Reihen der Hener kämpfte unerbittlich um jeden Ball und wies die Gegner mit seiner physisch starken Präsenz in ihre Schranken. Auch Alexander Uttich, der bislang eine gute, jedoch unauffällige Partie machte, war nun hellwach und übernahm Verantwortung für sein Team. Durch gute Laufarbeit brachte Uttich sich immer wieder in gute Positionen in Korbnähe um den Ball dann im letzten Moment geschickt auf einen besser postierten Mitspieler zu passen, oder aber selber zu vollstrecken. Herne rehabilitierte sich zum Viertelende mit einem 12:3-Lauf, bei dem Daniel Pajonk einen weiteren Drei-Punkt-Buzzer-Beater versenkte und den Schwerter Coach Klaus Tschorn damit in die Verzweiflung trieb!

Herne wollte dieses Spiel nun gewinnen und den ersten Sieg in der Schwerter Gänsewinkelhalle einfahren. Doch auch Schwerte kämpfte verbissen um jeden Ball. Die individuelle Überlegenheit der Herner Go-to-Guys war an diesem Tag jedoch der Turnerschaft auf jeder Position überlegen. Eiskalt und nervenstark befolgte man die Brackmannschen Vorgaben und spielte die Systeme trotz der mittlerweile extrem hitzigen Atmosphäre auf dem Spielfeld konsequent runter.
Selbstsicherheit, starke Verteidigungsarbeit und uneigennütziges Zusammenspiel bescherten dem HTC immer wieder wichtige Punkte unter dem Korb. Allgemein hatte die Brackmann-Fünf auf jede Schwerter Aktion die passende Antwort parat. Doch in den letzten zwei Minuten machte sich zunehmend Nervosität im Herner Spiel breit und mehrere Unkonzentriertheiten wurden durch Schwerter Ballgewinne und anschließende Fast-Breaks bestraft. Die Partie stand auf der Kippe und schien dem HTC zu entgleiten. Doch nach einer weiteren Auszeit, in der Brackmann wohl die passenden Worte fand, riss sich die Mannschaft noch mal zusammen, mobilisierte die letzten Kraftreserven und ging ab sofort mit noch mehr Einsatz und vor allem Herz zu Werke. Trotzdem war das Spiel 30 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 60:59 aus Herner Sicht noch nicht entschieden. Herne musste nun punkten und durfte sich keinen Fehler mehr erlauben. Ein klarer Fall für den Herner Wühlbüffel Tobias Biermann. Geschickt spielte Biermann seinen Gegenspieler in der Zone aus und netzte zum 62:59 für Herne ein. Die STS vergab im Gegenangriff und foulte zeitbedingt, doch Alexander Uttich gab sich keine Blöße von der Linie, verwandelte beide Versuche und schenkte Herne damit endgültig den Sieg.
Sonderlob des Trainers verdienten sich Aufbauspieler und Top-Scorer Felix Wenzel mit 19 Punkten, sowie die Herner Schlüsselspieler Tobias Biermann (12) und Alexander Uttich (13). Aber auch Alexander Konsek und Dennis Fabri waren wichtige Faktoren für den Herner Sieg.
Dank einer starken Herner Teamleistung steht man nun unerwartet, aber verdient auf dem vierten Tabellenplatz und kann entspannt in die Winterpause gehen. Allgemein kommt das Team von Martin Brackmann immer besser in Schwung. Die Stimmung in der Mannschaft hat sich deutlich verbessert und der Trainer weiß seinen großen und sehr unterschiedlich besetzten Kader immer besser einzusetzen. Die Unberechenbarkeit im Herner Team und der vorbildliche Kampfeinsatz und Siegeswille der gesamten Mannschaft werden in dieser Saison noch den einen oder anderen Gegner Kopfzerbrechen bereiten. Doch nun gehts für den HTC erstmal in die Weihnachtspause in der man sich regenerieren will um die bislang starke Saison mit einem Sieg am 14. Januar 2012 in heimischer Halle gegen die abstiegsgefährdete BG Lünen positiv fortzusetzen.

Scoring: Wenzel 19/2/1-3; Uttich 13/7-9; Biermann 12/4-5; Konsek, A. 9/1-5; Pajonk 6/1/1-2; Fabri 4/2-2; Konsek D. 1/1-2; Korschek, Mwamba, Hettermann, Klems, Badziong

 11.12.2011 Landesliga 5 Herren
Es gibt kein Ich im Team – HTC Herren zuhause weiter ungeschlagen

Herner TC - LTV Lippstadt 77:68 (15:22; 22:10; 21:17; 19:19)

Vor heimischer Kulisse wollte der Herner TC am 8. Spieltag der laufenden Saison die Niederlage beim Lokalkonkurrenten BC Langendreer wiedergutmachen. Doch im ersten Viertel waren es die Gäste, die das Spiel bestimmten und mit insgesamt sechs Dreiern zum Viertelende mit 22:15 in Führung gingen. Allerdings ließ Herne sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Eine Umstellung auf 3-2-Zone nahm die gegnerischen Schützen aus dem Spiel und unter dem Korb spielte Herne seine Vorteile über Alexander Konsek und Tobias Biermann wie gewohnt aus. Aggressive Verteidigung der Herner Guards und Flügelspieler machte es den Gästen schwer gute Würfe zu erlangen und ermöglichte es den Hausherren, immer wieder durch Ballgewinne zu leichten Fast-Break-Punkten zu kommen. Hierbei war vor allem auf Jascha Korschek Verlass, der trotz seiner kurzen Einsatzzeit mit viel Engagement und wichtigen Punkten für Konstanz aus der Mitteldistanz sorgte. Gute Reboundarbeit und intelligentes Pass-Spiel bescherten dem HTC in den letzten zwei Minuten einen 7-0-Run, wodurch die Gastgeber trotz einer bis dato schlechten Freiwurfquote (5 von 13) mit einem 37:32-Vorsprung in die Halbzeit gingen.
Nun folgte das gefürchtete dritte Viertel, in dem der HTC schon so einige Spiele verloren hatte, doch nicht so an diesem Tag. Bei Aufbauspieler Felix Wenzel platzte endlich der Knoten. Mit acht Punkten alleine in diesem Spielabschnitt und mehreren guten Anspielen hielt Wenzel fast im Alleingang die Herner Führung aufrecht. Obwohl die Gäste nun in der Offensive wieder erfolgreicher waren, fanden sie kein Mittel gegen den quirligen Herner Guard, der immer wieder in kritischen Phasen Verantwortung übernahm und wichtige Treffer für sein Team markierte. Und zur Freude von Coach Brackmann konnten an diesem Tag auch die Bankspieler überzeugen. Besonders Dennis Fabri und Dennis Nowak sprangen im dritten Viertel für die ausgelaugten Stammspieler in die Bresche und wussten mit mehreren guten Aktionen und starker Verteidigung zu überzeugen. Trotz 10 Punkten und weiteren 3 Dreiern durch den starken gegnerischen Spielertrainer Kleinschmidt gewann Herne auch dieses Viertel, wenn auch nur knapp mit 21:17. Im Schluss-Viertel mobilisierte der LTV nochmal alle Kräfte und wollte das Spiel über eine Ganzfeld-Presse noch zu ihren Gunsten drehen. Aber der HTC nahm diese Herausforderung gerne an. Wenzel brachte den Ball routiniert über die Mittelllinie und Biermann vollstreckte ein ums andere mal unter dem gegnerischen Korb.
Mit beeindruckenden 10 von 19 Herner Punkten und einer perfekten Freiwurfquote (5 von 5) sicherte der verhältnismäßig kleine Power Forward der Gastgeber den fünften Sieg im achten Spiel, wobei er zusätzlich in den Schluss-Minuten den besten Scorer der Gäste, Kleinschmidt, nahezu komplett aus dem Spiel nahm. Aus einem starken Team stachen heute besonders Felix Wenzel und Tobias Biermann hervor. Aber auch Reserve-Spieler und Verteidigungsspezialist Dennis Nowak wuchs über sich hinaus, erzielte mehrere Ballgewinne und markierte fünf wichtige Punkte bei einer 100%-igen Trefferquote aus dem Feld! Einen Spieltag vor der Winterpause zieht der HTC an Lippstadt und Langendreer vorbei und belegt nun Platz 4 der aktuellen Tabelle. Diesen Platz will man in der kommenden Woche beim Aufeinandertreffen mit der Schwerter TS und dem ehemaligen Herner Rüdiger Wolf festigen und sich somit selbst ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk machen. Sollte Herne mit einer ähnlich starken Team-Leistung auftreten wie gegen Lippstadt, sollte dies auch durchaus möglich sein...

Scoring: Biermann 15/5-7; Wenzel 13/3-4; Konsek A. 9/5-10; Uttich 7/1-2; Konsek D. 5/1-2; Korschek 6/2-4; Nowak 5/1; Badziong 5/1-2; Pajonk 4; Fabri 4; Klems 2; Frank 2

 30.11.2011 Landesliga 5 Herren
BC Langendreer - Herner TC 68:55

Hochmut kommt vor dem Fall

Bereits zwei Tage nach dem Zittersieg gegen Dortmund Schüren (73:72) war der HTC zu Gast beim Lokal-Konkurrenten BC Langendreer. Die Stimmung in der Mannschaft vor dem Spiel war gut. Leider änderte sich dies bereits wenige Sekunden nach dem Sprungball...
Obwohl man noch vor kurzem im Pokalspiel knapp gegen den BCL verloren hatte, ging man anscheinend siegessicher in diese Partie. Entsprechend unmotiviert und mit wenig Einsatz begann die Partie für Herne, während Langendreer hochkonzentriert und mit einer starken Mann-Verteidigung startete. Herne agierte kopflos in der Offensive und schenkte den Hausherren durch Unkonzentriertheiten einen Ball nach dem anderen. Allgemein hatte sich das Team wohl vorgenommen zu demonstrieren, wie man nicht Basketball spielen sollte und dies gelang nahezu perfekt. Schrittfehler, vergebene Korbleger und Linienüberschreitungen am laufenden Bande machten Trainer Brackmann bereits im ersten Viertel sprachlos, vor allem da er im Vorfeld auf die Relevanz dieses Spiels hingewiesen hatte. Die sonst so starken "Langen" in Reihen der Herner "versteckten" sich geradezu vor dem Star-Center der Gastgeber und gingen jeglicher Konfrontation unter dem Korb aus dem Weg. Der ehemalige Regionalliga-Center wusste dies zu schätzen und bedankte sich mit etlichen Rebounds und leichten Punkten, wodurch der BCL bereits nach 5 Minuten mit 8:4 in Führung ging. Über sieben Minuten gelang es dem HTC nicht zu punkten, während de BCL seinen Stiefel routiniert runterspielte und immer wieder zu guten Gelegenheiten unter dem Herner Korb kam. Hinzu kam, dass in Bochum leider größtenteils auch Bochumer Schiedsrichter pfeifen und der Herner Führungsspieler Felix Wenzel bereits früh im ersten Viertel sein drittes Foul angehängt bekam. Somit endete ein katastrophales erstes Viertel 18:6 für Langendreer!
In der Viertelpause forderte Brackmann von seinen Spielern nun endlich wach zu werden und konzentrierter zu Werke zu gehen. Eine Umstellung auf Mann-Verteidigung und eine Erholungspause für den besten Bochumer Sebastian Kleina brachte Herne im zweiten Viertel zurück ins Spiel. Alexander Uttich versenkte zwei Dreier, Jascha Korschek zog mehrfach beherzt zum Korb und Tim Hetterman arbeitete auf beiden Seiten stark unter den Brettern. Langendreer tat sich in dieser Phase des Spiels sehr schwer und verlor das Viertel mit 16:21.
Nach 20 Minuten war das Ergebnis wieder einigermaßen erträglich und man wollte in Halbzeit zwei da weitermachen, wo man im zweiten Viertel aufgehört hatte. Doch es sollte einfach nicht sein. Der HTC begann das dritte Viertel mit einer ungewohnt kleinen Aufstellung und blieb bis zur dritten Minute ohne Korberfolg, während Langendreer acht Punkte in Folge markierte, darunter alleine sechs durch Kleina, der in dieser Phase nicht zu stoppen war. Immer wieder deklassierte der Center des BCL seine Gegenspieler, die größtenteils einfach tatenlos zusahen und sich ihrem Schicksal ergaben. Eine erneute Umstellung in der Verteidigung blieb leider aus. Aufgegeben hatte man dieses Spiel jedoch noch nicht, vor allem da der BCL mit Ausnahme von Kleina auch keine wirklich gute Leistung ablieferte. Zum Glück für Herne, denn ansonsten hätte das Ergebnis noch um einiges desaströser ausfallen können. Trotzdem ging dieses Viertel mit 14:8 an Bochum. Mit 13 Punkten Rückstand ging es nun in den Schluss-Abschnitt. Brackmann verzichtete weiterhin größtenteils auf seine bislang erfolglosen Stammspieler und versuchte mit verschiedenen Auswechslungs-Strategien den BCL aus dem Tritt zu bringen. Doch ein weiterer 7:-3-Lauf der Bochumer brachte den Gastgebern eine komfortable Führung und brachte den HTC in Zugzwang. Domenikus Konsek bewies in dieser Phase viel Kampfgeist und lieferte sich trotz körperlicher Unterlegenheit ein hitziges Duell mit BCL-Center Kleina. Doch die Unkonzentriertheit in der Offensive zog sich wie ein roter Faden weiter durch das Spiel. Bei Herne lief einfach gar nichts zusammen. Zwar hielt Herne nun kämpferisch dagegen, aber schlechte Reboundarbeit und viel Wurfpech frustrierten die Herner immer mehr und brachten dem BCL das nötige Selbstbewusstsein, das Spiel sicher nach hause zu fahren. Lediglich die von Brackmann vorgegebene, riskante Stop-The-Clock-Taktik und die in den letzten Minuten sehr schlechte Freiwurfquote von Langendreer verhinderten eine richtige "Klatsche". Das Viertel endete 20:20 und ein vollkommen neben sich stehendes Herner Team fuhr mit leeren Händen nach hause. Brackmann, dem man die Enttäuschung über die schlechte Leistung seiner Mannschaft ansehen konnte, fasste das Spiel recht treffend zusammen "In Normalform wäre ein Sieg durchaus drin gewesen. Der Gegner war nicht übermäßig stark, aber wir haben uns heute selber geschlagen!"
Durch diese Niederlage rutscht der HTC in der Tabelle hinter den BCL auf Platz sechs. Einzig Hernes Topscorer Uttich (13), sowie Daniel Pajonk, Tim Hettermann und Domenikus Konsek konnten trotz ihrer kurzen Einsatz-Zeiten mit viel Engagement und guten Aktionen für Herne überzeugen. Doch das war an diesem Tag deutlich zu wenig! Nun stehen drei Trainingseinheiten zur Verfügung in denen man die Abstimmungsprobleme in der Offensive beseitigen, sowie die Auswechslungsstrategie verbessern kann. Denn am 10.12.11 geht es zuhause mit dem LTV Lippstadt gegen eines der Top-Teams der Liga; eine Gelegenheit vielleicht mit einem Überraschungs-Sieg das Desaster von Langendreer wieder ausgleichen zu können...

Scoring: Uttich 13/3/2-2; Konsek, D. 11/5-8; Pajonk 7/1; Wenzel 7/1; Biermann 5/1-4; Hettermann 4; Korschek 4; Fabri 2; Badziong 2; Winkelmann; Nowak, Klems


 28.11.2011 Landesliga 5 Herren
Herner TC - TSG Do.-Schüren 73:72 (26:16; 14:21; 18:16; 15:19)

Lieber schlecht spielen und gewinnen, als gut spielen und verlieren: HTC am Ende Sieger einer unnötigen Zitterpartie
Im ersten Aufeinandertreffen der laufenden Saison zwischen dem Herner TC und dem langjährigen Rivalen aus Dortmund-Schüren gab es ein zu erwartendes intensives Spiel. Konzentriert ging man in die Partie und konnte sich schnell absetzen. Durch drei Dreipunkte-Würfe des treffsicheren Daniel Pajonk konnte sich der HTC nach fünf Minuten auf 11:4 absetzen. Alles schien für die Heimmannschaft zu funktionieren. Die Reboundüberlegenheit wurde wie gewohnt konsequent ausgenutzt, der Ball lief geduldig durch die eigenen Reihen und im Abschluss konnte man hochprozentig punkten. Alexander Uttich ließ hierbei seine individuelle Athletik zur Geltung kommen und ein blendend aufgelegter Domenikus Konsek sorgte für konstante Punkte aus der Mitteldistanz, während Jörg Klems nach Belieben die Bretter regierte. Dem hatten die Dortmunder zu Beginn des Spiels absolut gar nichts entgegenzusetzen und am Ende des ersten Abschnitts stand es zu Recht 26:16 für Herne. Im zweiten Viertel stellten die Gäste auf eine Mann-Verteidigung um und bereitete dem HTC damit zunehmend Probleme. Schlechtes Pass-Spiel und undurchdachte Offensiv-Aktionen, ließen die Gäste mit Liga-Topscorer Fechner Punkt um Punkt aufholen. Das erhoffte Time-Out blieb leider genauso aus wie die trotz schwindender Kräfte zwingend notwendige Auswechslung. Ganze 15 Minuten musste die Starting-Five durchspielen und konnte am Ende das anfänglich starke Niveau leider nicht mehr halten. Immer wieder konnten sich die Gäste nun in der Herner Zone durchsetzen und auch aus der Distanz stieg die Trefferquote, bedingt durch eine schwache Verteidigung der erschöpften Herner. Das zweite Viertel endete somit aus Herner Sicht 14:21 und man ging mit einer hauchdünnen Führung in die Kabine.
Nach diesem Einbruch im Spiel wollte man in der zweiten Halbzeit klarstellen, wer in dieser Partie das Heimrecht hatte. Leider war auch der Kampfgeist der Dortmunder entfacht, wodurch Herne das stark umkämpfte dritte Viertel zwar knapp gewinnen konnte (18:16), Schüren jedoch in Schlagdistanz blieb. Im Herner Spiel lief nichts mehr rund und die Ganzfeldpresse der Gäste erschwerte dem HTC ein vernünftiges Set-Play. Auch die Umstellung der Herner Verteidigung spielte den Gästen mit ihren schnellen Guards eher in die Hände. Die Überlegenheit der Hausherren war nun irrelevant, denn Schüren nutzte jeden noch so kleinen Fehler des HTC aus und kam immer wieder zu leichten Punkten. Taktisch hatte Trainer Brackmann in dieser Phase leider keine Lösung parat und musste hilflos zusehen, wie das Spiel vor sich hinplätscherte. Dennoch ging man guten Mutes in den Schlussabschnitt und wollte nun die Punkte klarmachen. Geburtstagskind Tim Hettermann sollte nun unter dem Korb nach dem Rechten sehen und lieferte mit 10 Punkten und guter Reboundarbeit eine starke Leistung ab. Durch einen kleinen Zwischenspurt (8:2) konnte Herne sich, trotz schlechter Freiwurfquote, zwei Minuten vor dem Ende auf sieben Punkte Vorsprung absetzen, woran Herne´s Topscorer Alexander Uttich maßgeblichen Anteil hatte. Das Spiel schien gelaufen und man wollte die Zeit "runterspielen". Allerdings blieb dieser Plan theoretischer Natur. Blanke Nerven, vor allem an der Freiwurflinie (1 von 4), und eine bis zur letzen Sekunde kämpfende Dortmunder Mannschaft, die in den Schluss-Sekunden drei Steals abgreifen konnte und es schaffte sich durch gutes Pass-Spiel und eine hohe Trefferquote wieder auf drei Punkte heranzukämpfen, ließen Trainer Brackmann verzweifeln. Trotzdem hatten seine Schützlinge das Spiel in der Hand. Doch dann eine kuriose Szene: Einwurf für Herne, doch aufgrund eines Zwischenrufes eines Zuschauers, der den Herner Einwerfer irritierte und von einer Herner Auszeit ausgehen ließ, verlor man den Ball erneut, da man das 5-Sekunden-Zeitlimit für einen Einwurf überschritt. Nun lag es an den Gästen das Spiel in die Verlängerung zu schicken. Der Dortmunder Topscorer Fechner nahm den letzten Wurf der Partie und die Schiedsrichter entschieden fälschlicherweise auf Foul. Doch zum Glück für Herne, konnte Fechner nur zwei von drei Freiwürfen verwerten und machte Herne damit zum glücklichen Sieger!

Scoring: Uttich 17/1/2-4; Pajonk 14/3/3-4; Hettermann 10(4-4), Klems 8 (2-4); Konsek, M. 6; Konsek, A. 6/2-4; Wenzel 5/1-4; Badziong 3/1, Korschek 2; Fabri 1/1-2; Winkelmann 1/1-2; Nowak
 21.11.2011 Landesliga 5 Herren
SVD Dortmund 3 - Herner TC 70:60 (16:18; 18:13; 19:8; 17:21)

Am fünften Spieltag reiste der Herner TC zum ungeschlagenen Tabellenführer aus Dortmund Derne. Da die beiden längsten Herner Jörg Klems und Martin Frank ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hatten, musste man in Derne mit einer kleinen Aufstellung antreten. Entsprechend unsicher begann Herne das Spiel und Derne setzte sich schnell auf 12:4 ab. Doch dann war der Bann gebrochen und Herne kämpfte sich hochkonzentriert über eine starke Verteidigung zurück ins Spiel. Immer wieder konnten sich die Herner Center geschickt unter dem gegnerischen Korb freilaufen und wurden von den Aufbauspielern Pajonk und Wenzel punktgenau angespielt. Angestachelt von dieser Leistung spielte sich Herne regelrecht in einen Rausch und gingen sogar mit einer knappen Führung in die Viertelpause. Alles überragender Mann in diesem Viertel war Tobias Biermann, der alleine 11 Punkte erzielte und die Regional-Liga-erfahrenen Derner ein ums andere mal austanzte. Im zweiten Viertel war nun Kampf angesagt. Die Schiedsrichter blieben ihrer harten Linie treu und ließen sehr viel durchgehen, womit die körperlich unterlegenen Herner so ihre Schwierigkeiten hatten. Trotzdem konnte man das Spiel weiterhin eng gestalten und die Führung verteidigen. Einziger Wehrmutstropfen: Daniel Pajonk beging früh im zweiten Viertel bereits sein drittes Foul und musste den Rest der Halbzeit von der Bank aus beobachten. Ein kleiner Zwischenspurt der Herner baute die Führung dennoch auf fünf Punkte aus. Doch Derne zeigte sich unbeeindruckt und antwortete mit einem 8:0-Run, wodurch die Gastgeber mit einer Drei-Punkt-Führung die erste Halbzeit gewannen.
Nach der Halbzeitpause wollte man sich wieder besinnen und an die anfänglich starke Leistung anknüpfen. Leider trat das Gegenteil ein. Derne kam besser aus der Halbzeit und setzte sich durch einen weiteren Lauf ab (42:33, 4. Min). Herne nun kopflos und mit leichten Nachlässigkeiten im Angriff, bescherte dem SVD immer wieder leichte Ballgewinne und daraus resultierende Fast-Break-Punkte. Das Viertel endete zu Recht 19:8 für die Dortmunder. Im letzten Viertel war nun der Herner Kampfgeist gefordert. Pajonk und Topscorer Biermann kehrten zurück und drehten erneut stark auf. Geschicktes Zusammenspiel zwischen Alexander Uttich und Daniel Pajonk, sowie starker Einsatz von Biermann beim Offensivrebound bescherten den Hernern einen 13:4-Run und man konnte sich wieder einigermaßen auf Schlagdistanz herankämpfen. Doch die Zeit spielte bereits gegen die Brackmann-Schützlinge. Gezwungene Würfe, eine schlechte Trefferquote und Pech beim Rebound ließ die Führung des SVD wieder auf über zehn Punkte ansteigen und sicherte dem Tabellenführer den Sieg. Zwei Dreier in den Schluss-Sekunden verbesserten noch mal das Ergebnis, welches aus Sicht von Trainer Martin Brackmann dennoch zu hoch ausfiel.
Aus einer kämpferisch sehr engagierten Mannschaft die viel Wurfpech hatte und nicht in Bestbesetzung antreten konnte, stach Tobias Biermann mit seiner persönlichen Bestleistung von 19 Punkten heraus. Aber auch Daniel Pajonk mit drei erfolgreichen Dreipunktwürfen und starker Defense konnte in seinen Spielminuten überzeugen. Trotz der Niederlage hat Herne wieder gezeigt, dass man sich in dieser Saison vor keinem Gegner verstecken muss und an einem anderen Tag wäre durchaus ein Sieg möglich gewesen. So bleibt leider festzuhalten: Knapp daneben ist auch vorbei! Nun hofft der HTC in der kommenden Woche auf Wiedergutmachung beim Heimspiel gegen Dortmund Schüren (Sa., 26.11.11, 20.00 Uhr in der MCG-Arena)!

Scoring: Biermann 19/1-2; Uttich 10; Wenzel 9/1; Pajonk 9/3/0-2; Fabri 3/1-2; Konsek,A. 3/3-4; Badziong 3/1; Korschek 2/2-4; Konsek, D. 1/1-2; Hettermann 1/1-2; Winkelmann, Nowak
 13.11.2011 Landesliga 5 Herren
SSV Baskets Hamm 2 - Herner TC 49:62

Ohne Proben nach oben - Herner TC meldet sich mit einem Sieg aus der Herbstpause zurück


Nach der dreiwöchigen Herbstpause musste die erste Mannschaft des Herner TC am Samstagnachmittag beim heimstarken Aufsteiger aus Hamm antreten. Trotz mäßiger Trainingsbeteiligung in den spielfreien Wochen und ohne die beiden Konsek-Brüder sowie Center Winkelmann wollte Trainer Brackmann unbedingt den Auswärtssieg um sich eine gute Ausgangslage vor dem Spiel beim Tabellenführer Dortmund Derne in der Folgewoche zu sichern. Entsprechend motiviert begann Herne das Spiel und zeigte dem Gastgeber von Anfang an, dass man sich für diese Saison einiges vorgenommen hat. Routiniert ließen die Brackmann-Fünf den Ball laufen und spielten ihre Angriffe geduldig herunter. Durch Uneigennützigkeit und ein gutes Auge für den besser postierten Mitspieler kam Herne immer wieder zu leichten Punkten. Vor allem Alexander Uttich brachte sein Team mit einem erfolgreichen Dreier und 2 Drei-Punkt-Spielen im ersten Viertel nach vorne. Die Überlegenheit unter dem Korb wurde wie gewohnt gut ausgespielt und konnte von den Baskets aus Hamm in den meisten Fällen nur durch Fouls gestoppt werden. Hierbei erwies sich Tim Hettermann mit sechs Treffern bei acht Versuchen als sehr treffsicher und Herne ging mit einer komfortablen 9-Punkte-Führung in die Viertelpause. Zu Beginn des zweiten Viertels kam dann der berühmte Einbruch der Herner. Mehrere defensive Nachlässigkeiten in Folge brachten die Herner in Foul-Probleme und bescherte Hamm den Widereinstieg in das Spiel. Der erhoffte "frische Wind" von der Bank blieb leider aus und die Trefferquote der Herner sank nahezu ins Bodenlose. Immer wieder verrannten sich nun die Gäste in Einzelaktionen und Hamm´s Zonenverteidigung wurde mit mehreren Ballgewinnen belohnt. Herne gelangen in diesem Viertel nur acht Punkte und ging mit einer nur noch hauchdünnen Führung (31:33) in die Halbzeit!
Im dritten Viertel setzte sich das Leistungstief der Herner weiter fort und einzig Felix Wenzel hielt mit sechs Punkten in Folge sein Team im Spiel. Hamm hingegen wurde immer stärker und konnte sich mit einigen Schnell-Angriffen die Führung zum Viertelende erspielen. Doch nach jedem Tief folgt bekanntlich auch immer wieder ein Hoch. Brackmann schickte seine Starting-Five zu Beginn des Schlussviertels wieder aufs Spielfeld und hoffte damit auf einen weiteren Kraftschub seiner Schützlinge. Diese Rechnung ging zum Glück für den Herner TC von Anfang an auf. Wenzel und Pajonk setzten die gegnerischen Aufbauspieler nun gehörig unter Druck, Tobias Biermann wühlte sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung unter dem Korb und ergatterte etliche Offensiv-Rebounds und Rückkehrer Martin Frank verdiente sich mit 5 Blocks in der Schlussphase zurecht den Spitznamen "Die Wand"! Nun war es an den Hammern Lehrgeld zu bezahlen. Vollkommen überrascht von der Wende im Herner Spiel mussten sie hilflos zusehen, wie Herne sich immer weiter absetzte. Der HTC nun mit starkem Drang zum Korb, sowie guter Verteidigungs- und Reboundarbeit konnte die Gastgeber in den letzten zehn Minuten bei nur 5 Punkten halten, während man selber mit 21 an die Leistung des ersten Viertels anknüpfte. Jörg Klems und Martin Frank drückten mit elf Punkten im letzten Viertel dem Spiel noch mal ihren Stempel auf und bescherten Herne einen 10:0-Lauf zum Ende des Spiels. Trotz einer unterirdischen Trefferquote konnte Herne die Stop-the-Clock-Taktik der SSV Baskets am Ende nahezu perfekt ausspielen und den verdienten Sieg einfahren. Garant an diesem Tag war das mannschaftlich geschlossene Auftreten, die starke Verteidigung und der unnachgiebige Siegeswille der gesamten Herner Mannschaft!
Erfreulich für den HTC: Durch diesen Auswärtssieg, sowie die Niederlage vom BC Langendreer in Barop steht Herne nun auf dem fünften Tabellenplatz und kann in der kommenden Woche unbeschwert zum Tabellenführer nach Dortmund-Derne reisen...

Scoring: Klems 12 (6-6); Wenzel 11 (3-6); Frank 9 (1-5); Uttich 9 (1/2-2); Biermann 7 (1-6); Hettermann 6 (6-8); Pajonk 4 (2-2); Fabri 2 (0-5); Badziong 2; Korschek, Nowak


 18.10.2011 Landesliga 5 Herren
Herner TC 56:49 TV Werne2 (11:11; 15:19; 13:11; 17:8)

Defense Top - Offense Flop - Herner TC stolpert zum zweiten Heim-Sieg


Kein schönes Spiel sahen die Zuschauer der ersten Herrenmannschaft des Herner TC am Samstagabend. Zu Gast war der bislang sieglose TV Werne 2, der verletzungsbedingt mit mehreren U18-Spielern anreiste. Doch auch Herne musste mit Jög Klems auf Ihren Starting-Five-Center verzichten.
Die ganze Woche hatte man Systeme gegen die von den Gästen sehr beliebte Zonenverteidigung eingeübt, doch kaum begann das Spiel, war davon nichts mehr zu sehen. Herne agierte ähnlich kopflos und wie in der Vorwoche und tat sich aufgrund einer schlechten Treffequote von außen erneut schwer gegen die Zone der Gäste. Werne hingegen spielte geduldig die Systeme runter und konnte sich nach 6 Minuten auf 8:4 absetzen. Zum Glück wusste Herne des Öfteren seinen Größenvorteil auszunutzen und das Centerduo Hettermann/Konsek sorgten dafür, dass das Viertel ausgeglichen endete (11:11).
Im zweiten Spielabschnitt wurde wieder die mangelnde Abstimmung der Gastgeber deutlich. Der TVW eröffnete dieses Viertel mit 2 erfolgreichen Dreiern, welche Herne jedoch mit einem 8:0-Lauf konterte. Die Partie entwickelte sich nun zu einer Defensiv-Schlacht. Haufenweise Fehlpässe und vergebene Wurfchancen seiner Schützlinge ließen Coach Brackmann ein ums andere mal an der Seitenlinie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Auch eine Wechselorgie konnte dies nicht wirklich verbessern, da nicht die richtige Konstellation für diese Spielphase gefunden wurde.
Zum Glück für Herne hatte Aufbauspiele Daniel Pajonk erneut einen guten Tag erwischt und hielt seine Mannschaft mit einer bärenstarken Verteidigung und überlegten Offensiv-Aktionen im Spiel. Eine schlechte Freiwurfquote der Herner erlaubte es dem TVW dennoch mit einer Vier-Punkte-Führung in die Halbzeit zu gehen (26:30).
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte: grottenschlecht! Herne verzettelte sich ein ums andere mal in Einzelaktionen und traf weiterhin unterirdisch aus dem Feld. Allerdings begannen die Kräfte des Gegners auch langsam zu schwinden. Die Einwechslung von Tobias Biermann brachte frischen Wind aufs Spielfeld und ließ Herne das Viertel knapp mit 13:11 gewinnen. Im vierten Viertel hatte die Brackmann-Fünf dann endlich Blut geleckt und witterte Morgenluft. Plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft und man zeigte zumindest über weite Strecken, dass man doch schon mal Basketball gespielt hatte. Brackmann hatte nun endlich die richtigen Spieler für die intensive Schlussphase gefunden. Das Trio Biermann/Konsek/Uttich zeigte nun recht deutlich, wer in diesem Spiel die Bretter beherrschte. Gutes Zusammenspiel und geschickte Anspiele von Daniel Pajonk, sowie ein starkes Engagement in der Verteidigung bescherten dem Herner TC einen 14:1-Lauf.
Die überrumpelten Gäste fanden auf diese plötzliche Leistungs-Steigerung keine Antwort mehr und agierten nun so kopflos wie Herne zu Beginn der Partie. Gleich sechs vergebene Freiwürfe des TVW in Folge brachten Herne nun endgültig auf Sieg-Kurs und das Viertel endete 17:8 für den HTC! Den Unterschied an diesem Tag machte Daniel Pajonk, der fast über die gesamten 40 Minuten spielte und seine starke Trainingsform einmal mehr bestätigte. Mal als Passgeber, mal selber abschließend war Pajonk an diesem Tag sowohl Denker als auch Lenker des Herner Spiels und wusste seine Kameraden stets sinnvoll einzusetzen. Im Abschluss konnte Tim Hettermann der unter der Woche beufsbedingt nicht trainiert hatte überzeugen und defensiv war es Alexander Konsek, der durch viel Engagement den Gästen das Genick brach!
Nun geht es erstmal in die drei-wöchige Herbstpause, die man nutzen will um an den Abschluss-Schwächen, sowie dem Zusammenspiel der Mannschaft zu arbeiten. Denn am 12.11. ist man zu Gast beim starken Aufsteiger aus Hamm und da wird ein gutes Viertel definitiv nicht zum Sieg reichen...

Scoring: Hettermann 15 (1-1); Pajonk 10 (1/1-2); Konsek, A. 10 (2-6); Uttich 8; Biermann 6; Wenzel 5 (3-4); Fabri 2 (2-4); Konsek, D.; Badziong; Nowak; Korschek; Wolf


 14.10.2011 Landesliga 5 Herren
Sang- und Klanglos - Müde wirkende Herner gehen in der 2.Halbzeit beim Tabellenführer unter

TVE Barop – Herner TC 75:53 (13:12; 19:22; 17:6; 26:13)

Die erste Herrenmannschaft des Herner TC war am Wochenende zu Gast beim Tabellenführer aus Barop. Die Stimmung in der Mannschaft war zuversichtlich, hatte man doch die Saison mit einem Sieg begonnen und Gastgeber Barop konnte verletzungsbedingt nur mit einer “kleinen“ Aufstellung antreten. Alle Zeichen standen gut für die Herner, so dachte man... Doch kaum begann das Spiel, war von dem selbstsicheren Auftreten des HTC nichts mehr zu sehen. Abstimmungsprobleme und schlechte Pässe, die zu oft in Turnovers endeten, brachten Trainer Martin Brackmann ein ums andere mal zur Weißglut. Schlechte Entscheidungen in der Offensive und inkonsequente Verteidigungsaktionen ließen den TVE immer wieder zu leichten Fast-Break-Punkten kommen. Zum Glück der Brackmann-Schützlinge hatten die Baroper viel Respekt vor den Herner Centern und agierten ähnlich nervös, was das Spiel zum Viertelende recht ausgeglichen gestaltete. Im zweiten Viertel entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch unter den Körben, welches die Herner Center um Tim Hettermann und Jörg Klems für sich entscheiden konnten. Tobias Biermann setzte den Schlusspunkt der ersten Halbzeit und schickte Herne mit einer knappen Führung in die Pause. Interessant, dass Herne trotz körperlicher Überlegenheit zu diesem Zeitpunkt erst einen einzigen Freiwurf zugesprochen bekommen hatte, während der Gastgeber bereits zehnmal an der Linie stand! Leider verstand es Trainer Brackmann nicht seine Mannschaft in der Halbzeit wachzurütteln und entsprechend für die zweite Halbzeit zu motivieren, denn eine einfache Umstellung auf Zonenverteidigung brach Herne binnen eines Viertels das Genick. Chaotisch und kopflos startete Herne in die zweite Halbzeit und verrannte sich ein ums andere Mal in der Baroper Zonen-Wand. Viel ging zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bei Herne, zumal die Topscorer der ersten Halbzeit über weite Strecken auf der Bank verbrachten. Sowohl die Flügel - mit einer katastrophalen Wurfquote - , als auch die Aufbauspieler, die es in dieser Phase nicht verstanden das Spiel zu beruhigen sorgten für den erneuten Baroper Aufschwung. Einzig Jörg Klems stemmte sich in dieser Phase mit 6 Punkten in Folge dagegen, hielt Herne damit im Spiel und bewies einmal mehr wie wichtig er für die Mannschaft ist. Die unklare Linie der Schiedsrichter und die fehlende Konzentration in Verteidigung, als auch im Angriff schenkten den Gastgebern einen 20:1-Lauf am Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels. Trotz ausgeglichenem 12-Mann-Kader herrschte Ratlosigkeit bei Trainer Brackmann, der durch den vorübergehenden Totalausfall seiner Mannschaft in eine Art Wach-Koma versetzt schien... Das Spiel war entschieden und die “Ausgleichspfiffe“ der Schiedsrichter und die anschließenden Freiwürfe für Herne zum Spielende hatten nur noch Ergebnis-Korrektur-Charakter, trotz derer Herne immer noch deutlich und verdient mit 75:53 verlor. Fazit: Der TVE Barop ist aufgrund ihrer Routine und langjährigen Erfahrung in dieser Liga keine Mannschaft, bei der die erste Herrenmannschaft des Herner TC gewinnen “muss“. Jedoch wurden der jungen Truppe von Coach Brackmann hier unnötig deutlich die Grenzen aufgezeigt. Einzig Jörg Klems und Alexander Konsek stemmten sich vorbildlich und mit aller Kraft gegen die Niederlage, dass sollte jedoch an diesem Tag bei weitem nicht reichen. Das Team muss sich nun besinnen, Probleme erkennen und in den kommenden Trainingseinheiten versuchen die Abstimmung in Verteidigung und Angriff zu verbessern. Das Potenzial um das große Ziel “Mittelfeld“ zum Saisonabschluss zu erreichen ist definitiv in der jungen zusammengewürfelten Mannschaft gegeben. Allerdings muss man noch lernen als Einheit zu agieren und über die gesamte Spieldauer und 100%-ig wach zu sein. Wenn die Abstimmung erstmal passt und die Spieler-Rotation noch effizienter wird, wird die Brackmann-Truppe sehen, wo sie in der aktuellen Saison in dieser Liga steht!

Scoring: Konsek, A. 12/0-2; Klems 12/2-6; Wenzel 8/2-2; Hettermann 6; Biermann 5/1-2; Wolf 3/1; Fabri 2; Pajonk 2; Winkelmann 1/1-2; Uttisch 2/0-2; Nowak; Badziong

 02.10.2011 Auftaktsieg gegen den TV Gerthe II
Höhen und Tiefen zum Saisonauftakt - Herner TC am Ende glücklicher Gewinner im Derby gegen den TV Gerthe II

Herner TC - TV Gerthe II 63:49 (14:14; 20:12; 11:8; 18:15)

Am 1. Spieltag der Landesligasaison 2011/2012 empfing die erste Herrenmannschaft des Herner TC den Aufsteiger TV Gerthe 2. Nervös starteten beide Mannschaften in die Partie, wobei Herne den besseren Anfang erwischte und nach 5 Minuten 7:3 führte. Herne von Anfang an konzentriert und dominant unter den Körben und mit etlichen Offensiv-Rebounds. Leider ließ die Konzentration in den letzten 5 Minuten des ersten Viertels nach und bescherte den Gerthern mit dem Schlusspfiff den Ausgleich zum 14:14. Im zweiten Viertel folgte die beste Phase des Herner TC, in der besonders die Centergarde um Alex Konsek, Tim Hettermann und Neuzgugang Jörg Klems überzeugen konnten. Daraus resultierend ging der Herner TC mit einer 8-Punkte-Führung in die Halbzeit, die bei einer besseren Freiwurfquote noch höher hätte ausfallen können. In Halbzeit zwei kam auf beiden Seiten die Derby-Atmosphäre auf, was sich leider auf beiden Seiten sehr negativ auf die Konzentration im Abschluss auswirkte. Nach fünf gespielten Minuten waren gerade mal sieben Punkte gefallen (5:2). Angestachelt von den zahlreichen Zuschauern kämpfte sich der HTC jedoch angeführt von den Konsek-Brüdern zum Viertel-Ende auf 11 Punkte Vorsprung. Eine Fehlwurforgie der ausgepowerten Herner Center erlaubte es den Gästen im letzten Viertel den Vorsprung noch zweimal unter 10 Punkte zu bringen, allerdings war der Sieg der Gastgeber dabei nie wirklich gefährdet. Kurz vor einem Herzinfarkt des Herner Trainers Martin Brackmann, riss sich Herne zum Viertelende noch mal zusammen und reagierte auf die Gerther Foul-Taktik mit 7 Treffern bei 8 Versuchen von der Freiwurflinie und fuhr die ersten Punkte der neuen Saison sicher nach hause! Bestnoten verdienten sich Topscorer Alexander Uttich, der ein ums andere Mal seine körperliche Überlegenheit ausspielte und seine Gegenspieler alt aussehen ließ, als auch Aufbauspieler Daniel Pajonk, der an diesem Tag von der Bank kommend die nötige Routine ins Spiel brachte und durch seine Spielübersicht das Herner Team zum Sieg führte! Als Fazit bleibt, dass die Mannschaft sich als Team noch finden muss, aber das Potenzial spricht eindeutig dafür, dass man mit dem Abstiegskampf in diesem Jahr nichts zu tun haben wird. Wenn die Abstimmung erstmal passt, hat die junge Mannschaft in dieser Saison nichts zu verlieren, aber jede Menge Luft nach oben! Man darf gespannt sein…

Scoring: Uttich 14 (8-10 FW); Konsek, A. 12 (2-5); Wolf 9 (1 Dreier; 2-2); Klems 7 (2-6); Badziong 7 (1; 2-4); Hettermann 6 (2-4); Pajonk 4 (2-2); Fabri 2 (2-2); Konsek, D. 2, Winkelmann.